Interferenz

Interferenz

Wirkmechanismus:

Bei der mittelfrequenten Behandlung nach Nemec werden zwei sich kreuzende Stromkreise verwendet, um Interferenzströme zu erzeugen. Die Frequenzwerte der gekreuzten Stromkreise liegen zwischen 4000 und 4250 Hz.

Bei einer Frequenz von 4000 Hz verringert sich der Hautwiderstand, sodass auch tiefer liegende Gewebe stimuliert werden können.

Ein weiterer Vorteil der Interferenzströme besteht darin, dass sie die in der Haut befindlichen sensorischen Rezeptoren weniger reizen. Dadurch entsteht kein unangenehmes Gefühl und keine Hautrötung. Die Nutzung der Tiefenwirkung der mittelfrequenten Ströme und die effektive Nervenstimulation für den Körper werden durch die Vierpoltechnik erreicht. Die beiden Stromwirkungen werden senkrecht zueinander in den Körper eingebracht, wodurch die Interferenz entsteht.

Behandlungsablauf:

In unserer Praxis wird die Behandlung mit Plattenelektroden durchgeführt. Der Patient legt den zu behandelnden Körperteil frei und macht es sich auf der Behandlungsliege bequem. Der Physiotherapeut platziert die Elektroden auf der markierten Körperstelle und leitet langsam und schrittweise den elektrischen Strom in den Körper ein. Nach Ablauf der vorgegebenen Behandlungszeit wird die Stromstärke allmählich reduziert und die Behandlung beendet.

Während der Behandlung nutzen wir die schmerzlindernde, entzündungshemmende, stoffwechselanregende, muskelentspannende und durchblutungsfördernde Wirkung des mittelfrequenten Stroms.

Behandlungsdauer:

15 Minuten.

Indikationen:

Schmerzlinderung bei degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule und/oder der großen Gelenke sowie bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen (RA, SPA, Tendinitis, Tendovaginitis, Bursitis, Epicondylitis).

Kontraindikationen:

Fieberhafte Zustände, akute Infektionen, während der Menstruation im Bereich der Lendenwirbelsäule, Thrombose, verletzte oder entzündete Haut, Schwangerschaft, Herzinsuffizienz, Krebserkrankungen, implantierte Metalle oder Prothesen im Behandlungsbereich. Patienten mit einem Herzschrittmacher dürfen keine Hochfrequenzbehandlung erhalten. Schwere Hypertonie und schwere Herzrhythmusstörungen sind ebenfalls Kontraindikationen. Bei Herzschrittmacher oder Prothesen ist es verboten, Strom durch das betroffene Gebiet zu leiten.