Kryotherapie
Wirkmechanismus:
Das Cryo-T duo Gerät, mit dem wir in unserer Praxis die Kältetherapie durchführen, ermöglicht die einfache und sichere Anwendung des Kühlmittels (Kohlendioxid – flüssige Phase).
Im Gegensatz zu anderen Kühlmitteln hat Kohlendioxid eine doppelte Wirkung auf den menschlichen Körper:
- physikalische Wirkung: führt als Gas und -75 Grad Celsius Kühlmittel zu Gefäßverengung,
- in einer späteren Phase bewirkt es als sekundäre Wirkung die Erweiterung der Gefäße.
Einige Eigenschaften von Kohlendioxid verringern die Reaktion des menschlichen Körpers auf Kälte, und zwar:
- es verkürzt die Phase der Gefäßverengung am abgekühlten Teil,
- es verkürzt die Phase, in der die Stoffwechselprozesse langsamer werden.
Sekundäre Effekte, die sich wie folgt manifestieren:
- schnelle Erweiterung der Blutgefäße
- beschleunigter Stoffwechsel tritt auf, wenn das kalte Kohlendioxid während des Verfahrens auf den Körper wirkt, was ein effektives Eindringen in tiefere Gewebeschichten gewährleistet. Dank beider Faktoren hat sich die Anwendung des Kryotherapiegeräts bei Patienten mit kardiologischen Problemen als sicher erwiesen.
Die Anwendung von Kohlendioxid in Kryotherapieverfahren löst einen vollständigen therapeutischen Effekt aus, der sich wie folgt manifestiert:
- Schmerzlinderung, die einer großen Endorphinfreisetzung zu verdanken ist
- Reduktion von Entzündungsprozessen
- Reduktion des Muskeltonus
- Reduktion von Ödemen
- Verbesserung des klinischen und Bewegungzustands des Patienten dank zunehmender Beweglichkeit der gekühlten Gelenke und zunehmender Muskelkraft.
Behandlungsablauf:
- Nachdem der zu behandelnde Körperteil freigelegt wurde, erhält der Patient die Behandlung, während die Düse in angemessener Entfernung gehalten wird. Die Dauer beträgt durchschnittlich 3 Minuten, beeinflusst durch
- die gekühlte Fläche – je mehr Fläche gekühlt werden muss, desto länger dauert das Verfahren (maximal kann ein Verfahren 12 Minuten dauern, z.B. 4 Flächen, und jede Fläche kann 3 Minuten behandelt werden)
- die Muskulatur eines bestimmten Körperteils. Je mehr Muskeln, desto länger das Verfahren
- die Fettschicht des Patienten. Je dicker die Fettschicht, desto länger das Verfahren.
- Durch die Behandlung wird die Haut vorübergehend weiß und ein dumpfer Schmerz begleitet die Behandlung.
Indikation:
- Verschleißbedingte chronische Wirbelsäulenerkrankungen (Verschiedene Stadien der Bandscheibendegeneration, Zustand nach Bandscheibenoperation) und Erkrankungen der Gliedergelenke (Schulter-, Ellenbogen-, Handgelenk-, Hüft-, Knie-, Sprunggelenksarthrose)
- Entzündliche Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen im inaktiven Stadium,
- Muskelschmerzen, Schmerzen durch Muskelkrämpfe
- Krankheiten der Muskeln und Bänder, Verstauchungen
- Ischiasentzündung
- Lösen von steifen Gliedergelenken nach Frakturen
- Zur schnelleren Regeneration nach Fraktur oder Prellung
- Die Methode ermöglicht die nicht-invasive (ohne Eingriff) Behandlung des Gefäßsystems (Spinnen-angiom).
Kontraindikation:
Zusätzlich zu den allgemeinen Kontraindikationen Kälteempfindlichkeit, bestimmte Durchblutungsstörungen, erhebliche Anämie, schwere Polyneuropathie, Patienten mit Empfindungsstörungen, Autoimmunerkrankungen der Gefäße, Raynaud-Syndrom.